Berufliches Gymnasium besucht Airbus in Bremen

Die beiden 12. Jahrgangsklassen des beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales BG-Q 12.1 und BG-Q 12.2 besichtigten im Rahmen des Unterrichtsfaches Betriebs- und Volkswirtschaftslehre das Airbus-Werk in Bremen am 07. November 2012.

Berufliches Gymnasium Klasse BG-Q12.1 und BG-Q12.2

Von Interesse waren insbesondere die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für ein Unternehmen und mit welchen verschiedenen Fertigungsverfahren die Produktion erfolgt.

So erfuhren die Teilnehmer, dass es ca. 10 Jahre Planung erfordert, bis ein erster Prototyp eines neuen Flugzeugs erstellt wird. In der über 2 Stunden dauernden Führung erhielten die 46 Schülerinnen und Schüler nicht nur einen Überblick über die Luftfahrtindustrie am Standort Bremen, sondern auch Einsichten in die Arbeits- und Prozessabläufe bei Airbus.

In drei Gruppen konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unteranderem über die Restaurierung der alten Verkehrsmaschine „Condor“ informieren, die 1942 aufgrund technischer Probleme notwasserte und im Jahr 2008 bei ihrer Bergung auseinanderbrach (weitere Informationen).

Am Standort Bremen erfolgt die Montage von einigen Komponenten der Flugzeuge wie den Tragflächen und den Flugzeugrümpfen beispielsweise für den A-320 oder den A-380 (weitere Informationen). Auch für den Militärtransporter A400M und den Ariane Raketen werden Komponenten in Bremen gefertigt. Die Teile werden nach Begutachtung durch die Kunden in andere Airbuswerke zum Beispiel nach Toulouse (Frankreich) oder nach Sevilla (Spanien) transportiert, wo die Endmontage erfolgt. Von Beginn der Produktion bis zum fertigen Flugzeug vergehen ca. 12 Monate.
Airbus gehört zum EADS (European Areonautic Defence and Space Company) Konzern, der verschiedene Standorte in Deutschland und Europa unterhält. Jedem Airbuswerk fällt aufgrund von Spezialisierungen eine bestimmte Aufgabe bei der Herstellung der Flugzeuge zu. Die Auftragslage ist so gut, dass der Standort Bremen bis zum Jahr 2020 ausgelastet ist und bis dahin eine Arbeitsplatzgarantie besteht.

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