14. Auflage „An wen kann ich mich wenden?"

Interessante Informationen von A bis W

Wenn Vera Graf Walo nahe kommt, weiße Ringe und Sprungbretter aufeinandertreffen, Wendepunkte markiert und zum „wat tun" animiert werden, dann ist wieder der letzte Freitag im November. Jedes Jahr an diesem Tag findet im Forum der Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode die Veranstaltung „An wen kann ich mich wenden?" statt. Mehr als 40 Institutionen und Selbsthilfegruppen aus der Region, von A wie Arbeitsagentur bis W wie Wendepunkte, sind vor Ort vertreten.

Am Stand der Lebensberatung konnten die Jugendlichen auch etwas über sich lernen - bei einem „Spiel der Liebe“ und am „Familienbrett“.

 

 

Dass „Vera" eine Initiative pro Ausbildung ist, wussten viele nicht. Ebensowenig, dass Sprungbrett ein Verein ist, der sich Hilfe für straffällig gewordene Jugendliche auf die Fahnen geschrieben hat, oder dass die Awo Trialog gGmbH einen sozialpsychiatrischen Dienst nebst ambulanter Alkoholentwöhnungsbehandlungen anbietet. „Lehrreich", sagt Schüler Kevin Wesolowski (16), „einfach lehrreich." Er habe nicht gedacht, dass es im Landkreis so viele Anlaufstellen gibt.

Bevor sich die Schüler zu „exotischen" Ausstellern wie der Rheumaliga Niedersachsen oder der Teestube Soltau vorwagen, steuern viele von ihnen bekannte Institutionen an. Dazu gehören die Mitarbeiter des Jugendzentrums Bad Fallingbostel. „Wir sind fast mit allen Bereichen vernetzt", sagt JuZ-Leiter Björn Fischer. So stelle das JuZ auch außerhalb von Informationstagen wie diesem eine gute Anlaufstelle bei Fragen aller Art dar.

An wen kann ich mich wenden?  Antworten auf diese Frage gab es am Freitag bei der gleichnamigen Aktion in den BBS Walsrode. An vielen anderen Ständen gab es Flyer und Informationen.

Besonderes Interesse wird Ständen gewidmet, die Information zu und Aufklärung über Alkohol, Drogen und Sexualität anbieten. Und Ständen, an denen das Angebot spielerisch erforscht werden kann. Die Lebensberatung lädt ein zum „Spiel der Liebe", bei dem sich Teilnehmer mit eigenen Gefühlen auseinandersetzen können. Am „Familienbrett" können sie sich die Beziehung zu Eltern, Geschwistern und Freunden vor Augen führen.

Einige Meter weiter tuscheln Heranwachsende am Stand des Gesundheitsamtes. Verstohlen werfen sie einen Blick auf den Tisch, greifen zu und lassen im nächsten Moment die Hand in der Hosen- oder Jackentasche verschwinden. Wer weiß, wann die soeben ergatterten Kondome zum Einsatz kommen? Schutz ist schließlich wichtig.

1200 BBS-Schüler sind aufgerufen, das Angebot zu nutzen und sich zu informieren. Ein Großteil kommt dieser Aufforderung gerne nach. So auch Schülerin Ilka Barenscheer (18): „Das Angebot ist sehr hilfreich. Mir gefallen vor allem die interaktiven Aktionen."

Organisatorin der 14. Auflage von „An wen kann ich mich wenden?" ist Schulsozialarbeiterin Dorothea Schwegler, die von Praktikantin Kathrin Zinsky unterstützt wird. „Es lohnt sich einfach immer wieder", zieht Schwegler ein Fazit. Und lässt durchblicken, dass Selbsthilfegruppen und Initiativen auch 2014 wieder in den BBS Walsrode zu Gast sein werden. (mey)

Quelle: Walsroder Zeitung vom 2.12.2013

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