Auszeichnung „Fami-Siegel“

Aktuell gute Bedingungen für Familie und Beruf

Freude über das „Fami-Siegel“: Karin Thorey überreichte das Zertifikat, das die „guten Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ an den BBS Walsrode dokumentiert, an Schulleiter Andre Kwiatkowski.Ende August 2012 treffen der Leiter der Berufsbildenden Schulen Walsrode, Andre Kwiatkowski, und Karin Thorey vom Überbetrieblichen Verbund in der Villa Wolff in Bomlitz erstmals aufeinander. Thema damals: Ausbildungsmodelle in Teilzeit. Die beiden kommen miteinander ins Gespräch und tauschen sich in den folgenden Monaten immer wieder aus. 28. November 2013: Die BBS Walsrode wird mit dem „Fami-Siegel“ ausgezeichnet.

 

In der Begründung für die Zertifizierung heißt es, dass die BBS „aktuell gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ biete. Bis 2015 darf die Einrichtung das Siegel behalten, im Anschluss kann erneut ein Antrag gestellt werden.

Das „Fami-Siegel“ ist eine Gemeinschaftsinitiative von der Leuphana Universität Lüneburg, der IHK Lüneburg-Wolfsburg, dem DGB Nordostniedersachsen, dem Arbeitgeberverband, der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Stadt und Landkreis Lüneburg, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH und dem Überbetrieblichen Verbund Lüneburg-Uelzen. Im Zeitraum von 2010 bis 2012 sind im Heidekreis 14 Einrichtungen und Betriebe mit dem „Fami-Siegel“ ausgezeichnet worden, seit 2013 mit den Berufsbildenden Schulen Walsrode elf.

Nebenbei sei der Antrag nicht zu stellen gewesen, stellt Kwiatkowski klar. Struktur der Einrichtung, Arbeitszeit-, Urlaubs- und Personalentwicklungsmodelle mussten skizziert, besondere Stärken und Alleinstellungsmerkmale angegeben werden (weitere Infos unter www.fami-siegel.de). Das Konzept der BBS Walsrode passte - dabei stellt die Auszeichnung gewissermaßen einen Vorschuss dar.

So gibt es, Stand heute, die dort geplante Ausbildung in Teilzeit für Erzieher und Sozialassistenten noch gar nicht. Aber in der vergangenen Woche fand eine Infoveranstaltung mit 40 Besuchern statt, von denen sich 17 für die Ausbildung zum Erzieher und acht für die Ausbildung zum Sozialassistenten in Teilzeit interessierten. Um auf die für eine Ausbildung nötige Zahl von 15 bis 20 Schülern zu kommen, werden in Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen in Rotenburg und Verden auch in den Nachbarlandkreisen Gespräche geführt. Kwiatkowski bezeichnet die Ausbildung in Teilzeit als „ein Zukunftsmodell, das auch für andere Bereiche klappen kann“.

Stichwort Zukunftsmodell: Mitarbeiter der BBS gehören zu einer Projektgruppe (zusammen mit Bundespolizei, Heidekreis-Klinikum und Amtsgericht), die sich für die Einrichtung einer gemeinschaftlich betreuten, bedarfsgerechten Ganztagspflege beziehungsweise Kindertagesstätte einsetzen. Noch ist die Umsetzung eine Vision. Aber sie werde eher mittel- als langfristig erfolgen, ist sich der Leiter der BBS Walsrode sicher. (mey)
Quelle: Walsroder Zeitung vom 2.12.2013

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