Angst nehmen, auf Probleme vorbereiten

BBS Walsrode organisieren gemeinsam mit der Bäckerinnung einen Berufswettkampf.Das sieht lecker aus: Marcel Pohlmann gewann den Berufswettkampf der Bäcker an der BBS Walsrode. Er überzeugte mit exakter Arbeit und innovativen Produkten

 

Die Zeit läuft - bereits in vier Monaten absolvieren die Bäcker die Gesellenprüfung. Als Vorbereitung auf dieses Ereignis organisieren die Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode gemeinsam mit der Bäckerinnung Soltau-Fallingbostel seit einigen Jahren einen Berufswettkampf, um dieAngst vor der Prüfung zu nehmen, aber auch, um auf Probleme und Schwierigkeiten hinzuweisen.

 „Meist wird die Zeitplanung durch eine abweichende Teigtemperatur oder Festigkeit des Teiges schon über den Haufen geworfen", erklärt Fachlehrer Roland Ehlers die Probleme, die die Auszubildenden bei ihren Planungen nicht ausreichend berücksichtigen. Mitte Dezember teilte Fachlehrer Ehlers den angehenden Bäckern die Aufgaben zum Berufswettkampf mit. In einer zweimonatigen Arbeitsphase erstellten die Auszubildenden eine Rezeptmappe mit Bildern und Skizzen unter Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorgaben und entwarfen ein vierstündiges Zeitschema zum Ablauf der Tätigkeiten. Bewertet wurden die theoretischen Leistungen von Fachlehrern der BBS Walsrode. Dabei setzten sich Marcel Pohlmann (Bäckerei Pohlmann, Rethem), Tobias Gottschild (Bäckerei Meyer, Nordkampen), Nico Härtel (Bäckerei Boenke, Walsrode) und Carsten Raab (Schokoladenmädchen, Soltau) durch. Sie dürften ihre Produkte unter den Augen von Wilfried Schröder (Bäckerinnung) und Roland Ehlers (BBS Walsrode) zeigen.

„Peach upsite down" (Pfirsichkuchen auf dem Kopf gebacken) mit Mohn, Pflaumenmus-Zimtquarksahnerollenstücke, Waldfruchttörtchen und eine Sechskornbrot unter anderem mit Maismehl waren die Produkte, die Marcel Pohlmann beim Berufswettkampf der angehenden Bäcker aus dem dritten Lehrjahr innerhalb von vier Stunden zauberte. Viel Liebe zum Detail brachten dem angehenden Bäckergesellen, der seine Ausbildung im elterlichen Betrieb in Rethem absolviert, die nötigen Punkte zum Gewinn.

Seine Waldfruchttörtchen mit einem Rand aus einem filigranen roten Reliefbiskuitstreifen und einem Spiegel aus Waldfruchtmark oder seine Pflaumenmus- Quarksahnerolle, die am Boden einen feinen Überzug mit Zartbitterkuvertüre hatte, überzeugten die Prüfer. Abgerundet mit zweifarbigen selbst hergestellten Kuvertüre-Ornamenten und gehackten Pistazien rundeten den Anblick „als Eyecatcher" auf seinem Warentisch ab. Unterstützt wurden die feinen Backwaren von einem Sechskornbrot in geflochtener Form und Ringform. Für die „Kuchenfreaks" gab es einen Pfirsichkuchen aus einer Sandmasse mit einem Buttermürbeteig. „Was die Teilnehmer in dieser Zeit gezeigt haben, hat uns sehr gut gefallen", zeigte sich Obermeister Dirk Wrogemann beeindruckt bei der Siegerehrung.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 11. März 2014

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