Büromanagement setzt neue Ausbildungsschwerpunkte

Neuordnung an den Berufsbildenden Schulen in Walsrode / Anforderungen aus der Wirtschaft

Mit dem neuen Ausbildungsjahr zum 1. August wird der Ausbildungsberuf Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement an den Berufsbildenden Schulen eingeführt und ersetzt die bisherigen Berufe Kaufmann für Bürokommunikation, Bürokaufmann und Fachangestellter für Bürokommunikation. Die Berufsbildenden Schulen Walsrode bleiben auch mit der neuen Ausbildung das regionale Kompetenzzentrum für diese Ausbildung im gesamten Heidekreis.

In Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, vertreten durch Frank Stegmann und Albert Soest und der Abteilungsleiterin Christiane Fischer sowie dem zuständigen Teamleiter Büroberufe Joachim Thomas von den Berufsbildenden Schulen Walsrode, wurde den Ausbildungsbetrieben aus dem Einzugsgebiet des Heidekreises in einer Informationsveranstaltung in den Räumen der BBS Walsrode die Inhalte der neugeordneten Ausbildung vorgestellt. „Bislang haben wir in Walsrode überwiegend den Bürokaufmann beschult. Mit dem neuen und modernen Beruf sind viele Forderungen aus der Wirtschaft umgesetzt worden", beschreibt Abteilungsleiterin Christiane Fischer die Inhalte der neuen Ausbildung.

Der Beruf Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement umfasst Inhalte, die in der kaufmännischen Sachbearbeitung in privaten Betrieben und öffentlichen Verwaltungen erwartet werden. Die erworbenen Kompetenzen bieten eine gute Basis für jegliche Weiterentwicklung und Weiterbildung im kaufmännischen Bereich. Diese Veränderungen ziehen auch eine Änderung der Zwischen- und Abschlussprüfung nach sich. Die ursprüngliche Zwischenprüfung entfällt, dafür wird bereits nach 18 Monaten der erste Teil der Abschlussprüfung vorgenommen. Inhalte sind hier wirtschaftliche Problemstellungen, die unter Anwendung von gängigen Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen, sowie einer Internetrecherche gelöst werden sollen. Das Ergebnis stellt bereits einen Teil der Abschlussnote dar. Im weiteren Teil der Abschlussprüfung gibt es wie bisher auch eine schriftliche Prüfung.

Zudem muss der Auszubildende zukünftig in Absprache mit seinem Ausbildungsbetrieb aus zehn Wahlqualifikationen zwei für seine mündliche Prüfung auswählen. Hierbei wählt der Auszubildende beispielsweise zwischen Themen wie Auftragssteuerung und -koordination, kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen oder Assistenz und Sekretariat aus, um sich gezielt darauf vorzubereiten.

Auch in weiteren Bereichen, wie bei den Rechtsanwalt- und Notarfachangestellten, stehen Neuordnungen der Ausbildung an. Fragen und Infos an Berufsbildende Schulen Walsrode Telefon (05161) 6060 oder .

Quelle: Walsroder Zeitung vom 25.03.2014

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