Erste EU-lnfo-Point im Südkreis eröffnet

So ganz einfach ist die Beziehung nicht immer zwischen Europäischer Union (EU) und den Menschen, die dort leben. Merkwürdige Regulierungsvorhaben stehen auf der einen Seite, zahlreiche Fördermittel, die aus Brüssel in die Regionen fließen, auf der anderen Seite. Doch was genau ist eigentlich die EU? Welche Chancen und Mechanismen verbergen sich hinter diesem Konstrukt? Der stellvertretende BBS-Schulleiter Rolf Scharlemann (rechts) freut sich über das neue Angebot eines EU-Info-Points an seiner Schule, das von Anna-Lena Sender (Zweite von rechts) und Martina Faltin (Vierte von rechts) vom Europe Direct Informationszentrum in Lüneburg aufgebaut wurde.

Ein sogenannter EU-lnfo-Point in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode soll Schülern helfen, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Seit dieser Woche steht er mit zahlreichen Materialien dort im BBS-Gebäude bereit.Am 25. Mai wird das EU-Parlament gewählt. Etwa 375 Millionen Bürger aus 28 Staaten sind aufgerufen, 751 Europa-Abgeordnete zu wählen. Aber wozu? Diese Frage zu beantworten, dürfte einigen BBS-Schülern der Fachoberschule Wirtschaft mittlerweile leichter fallen. Auf Initiative des Informationszentrums der EU Europe Direct gab es vor Kurzem im Rahmen eines Planspiels einen Einblick in die Europäische Politik. Zudem organisierten die Schüler als sogenannte EU-Botschafter eine Ausstellung zur Europäischen Union.Doch nicht nur die Ausstellung klärt auf, sondern seit dieser WDie Schüler nutzten die Gelegenheit, um gleich ein bisschen in den Materialien zu stöbern.oche auch der EU-Info-Point. „Diese Info-Points sind eine Idee eines Bürgermeisters“, sagt Martina Faltin, Mitarbeiterin im Europe Direct Informationszentrum in Lüneburg. Doch mittlerweile stehen diese Informationsständer nicht nur in Rathäusern, sondern nun auch in Schulen. „Neben unserer Aufgabe, Veranstaltungen zu aktuellen europäischen Themen zu organisieren, haben wir uns vorgenommen, Informationsmaterialien noch näher und dauerhaft an die Schüler zu bringen“, erklärt Faltin den Zweck des Info-Points. Mittlerweile gibt es 55 Info-Points im früheren Regierungsbezirk Lüneburg und fünf im Heidekreis. Dass in den BBS Walsrode der erste Info-Point des Südkreises eröffnet wurde, freut auch die Schulleitung. „Als Schule wollen wir auch unseren Beitrag dazu leisten, dass Schüler einen direkten Zugang zu Europa-Informationen haben“, sagt der stellvertretende BBS-Leiter Rolf Scharlemann.Zur offiziellen Eröffnung des Info-Points am vergangenen Montag kam Faltin nicht alleine. Ihre Kollegin Anna-Lena Sender zeigte im Rahmen zweier Vorträge die Möglichkeiten auf, die die EU jungen Menschen bietet. Unter dem Motto „Europa wartet auf Dich! Wege ins europäische Ausland“ erklärte Referentin Sender, wie das funktioniert mit Freiwilligendienst, Praktika, Ausbildung und Studium in den Nachbarstaaten und welche finanziellen Förderungen es dafür aus Brüssel gibt. Und das sind einige.„Das Interesse an diesen Programmen ist groß“, sagt Anna-Lena Sender, „viele Schüler wissen gar nicht, dass diese Möglichkeiten auch für sie infragekommen und auch gut passen, etwa um eine Fremdsprache im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes zu lernen.“ Auch an den BBS Walsrode habe sie die Erfahrung gemacht, dass nach ihren Vorträgen das Interesse an weiteren Informationen zu diesen Programmen groß sei, „weil es einfach riesige Vorteile bringt“, wie es Sender formuliert.

 

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