Zweijährige Ausbildung „Pflegeassistenz“

Die Bevölkerung wird älter und braucht für Pflege professionelle Fachkräfte mit fundiertem Wissen. Die Ausbildung zur Pflegeassistentin oder zum Pflegeassistenten an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode bietet die Grundlage für viele weitere Berufe in der Pflege und Erziehung, wie beispielsweise den anschließenden Besuch der einzigen Fachschule Heilerziehungspflege im Heidekreis.Üben am Objekt: Um erste Erfahrungen bei der Körperhygiene mit pflegebedürftigen Menschen zu sammeln, üben die Auszubildenden an Puppen.

In der zweijährigen Ausbildung Pflegeassistenz, die mit einem Hauptoder Realschulabschluss besucht werden kann, finden engagierte Schüler abwechslungsreiche und interessante Inhalte vor. „Wir haben viele berufstypische Situationen im Unterricht erarbeitet und gemeinsam ausprobiert", beschreibt die angehende Pflegeassistentin Lena Rump die praxisnahe Ausbildung.

Gefestigt werden Wissen und praktische Fähigkeiten im Rahmen von mehrwöchigen Praktika in den Ausbildungsbetrieben der BBS-Kooperationspartner. „Diese Zusammenarbeit ist äußert effizient und gibt den Auszubildenden Sicherheit für die spätere Berufstätigkeit" bestätigt Fachlehrkraft Marie Lembke. Als zusätzliche Qualifikation bieten die BBS Walsrode den Erwerb von Ausbildungen zum „Alltagsbegleiter für Demenzerkrankte" an. Anhand von Praxisbeispielen wird den angehenden Pflegeassistenten der Einsatz von Aktivierungsangeboten in unterschiedlichen Situationen vermittelt: einfache Spiele, Basteln, Kochen mit Demenzkranken. Als weitere Zusatzqualifikation gibt es das Angebot eines „Medikamentenführerscheins".

Ausgestattet mit diesem Wissen, seien die Berufsaussichten nach einer erfolgreich abgelegten Prüfung sehr gut, sagen die Fachpraxislehrerinnen Gudrun Brüsehoff-Garbers und Elke Puchter. Nach der Ausbildung und einem Erwerb des Sekundarabschlusses I (Realschulabschluss) bietet sich die Möglichkeit zu einem Wechsel an die Fachschule für Heilerziehungspflege. Seit vielen Jahren wird der dreijährige Bildungsgang von den BBS Walsrode angeboten, der mit dem Abschluss zur Heilerziehungspflegerin beziehungsweise zum Heilerziehungspfleger endet. Das eigenverantwortliche Tätigkeitsfeld erstreckt sich danach von sonderpädagogischen Einrichtungen auf Integrationsgruppen, die in Kindergärten, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Wohngruppen für Menschen mit Behinderung oder Tagesbildungsstätten untergebracht sind.
In der Ausbildung werden die Schwerpunkte in den Bereichen Pflege sowie Begleitung und Erziehung gesetzt. Gleichzeitig erreicht man mit dem Erwerb eines Abschlusszeugnisses die Voraussetzungen für die Fachhochschulreife und erwirbt die Studierfähigkeit.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 27.05.2014

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