Vier Lehrer aus dem Kollegium der Berufsbildenden Schulen Walsrode in den Ruhestand verabschiedet

Mehr als 100 Dienstjahre verließen mit Beginn der Sommerferien die Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode. Tischlermeister Eduard Otterstätter, Maurermeister Heinrich Brüns, Sozialpädagogin Hildegard van Megen-Bock und der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums, Jörg Lobert, verabschiedeten sich zum Teil nach mehreren Jahrzehnten in den Ruhestand.Abschied aus der Schule: Schulleiter Andre Kwiatkowski dankte Jörg Lobert, Hildegard van Megen-Bock, Heinrich Brüns und Eduard Otterstätter (von links) für ihre Arbeit.

Ein „BBS-Urgestein“ ist Tischlermeister Eduard Otterstätter, der 1975 seinen Dienst antrat - damals noch als Lehrwerksmeister Holztechnik. „Zu Beginn waren die Schülerinnen älter als ich, und ich zweifelte, ob es die richtige Entscheidung war“, sagt Herr Otterstätter schmunzelnd im Rückblick auf seinen Beginn, der mit der Erteilung von Werkunterricht in der Fachschule Sozialpädagogik anfing.
„Deutschlands bester Fachpraxislehrer“, wie Maurermeister Heinrich Brüns sich mit einem Lächeln selbst bezeichnete, startete 1979 als Lehrer für Fachpraxis im Bereich Bautechnik. Im Berufsgrundbildungsjahr und der Berufsfachschule erlebten Generationen seinen gelassenen Umgang. „Für jeden hatte er ein freundliches, aber auch mal ein deutliches, immer ehrliches Wort“, sagte Schulleiter Andre Kwiatkowski. Er überreichte ihm zum Abschied eine Mütze mit dem Logo der BBS Walsrode und der Aufschrift „Best Buddy of School“ (Bester Kumpel der Schule).

„Hoher Enthusiasmus, Einsatzbereitschaft und zielorientiert“ - diese Eigenschaften beschreiben Hildegard van Megen-Bock, die im Bereich Sozialpädagogik seit 1983 tätig war und nach abgelegter Prüfung zur Jugendleiterin startete. Mit ihrem Wissen wurde sie 1996 in die Kommission für Rahmenrichtlinien für Sozialpädagogik berufen. An den BBS Walsrode übernahm sie 2006 die Funktion der Frauenbeauftragten und 2011 bis 2014 die Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten.

2010 wechselte Jörg Lobert von den Berufsbildenden Schulen 2 in Celle nach Walsrode als Abteilungsleiter für das Berufliche Gymnasium.
Der studierte Metalltechniker mit dem Zusatzfach evangelische Religion „lebte für die Schule und für seinen Beruf“, so Kwiatkowski. Der Schulleiter bewunderte das Gefühl und die Offenheit von Jörg Lobert, Innovation und Veränderungen voranzutreiben und Schüler und Kollegium dabei mitzunehmen. Moderation in Arbeitsforen, Richtlinienbegleitkommission, Abteilungsleiter: Die Liste der Aktivitäten von Jörg Lobert in dessen Schulleben ist lang. Er selbst beschrieb sich als chaotisch, alles andere als einen Verwaltungsmenschen, aber einen Menschenfreund. „Der Lehrerberuf war meine berufliche Erfüllung. Ich gehe, wenn es am schönsten ist“, sagte Jörg Lobert zum Abschied.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 06.08.2014

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