Francisco Balbas beginnt ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Schule und im Walsroder Verein

Vielversprechende Zusammenarbeit: Francisco Balbas absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr mit Unterstützung von TV-Jahn Schatzmeister Horst Wonneberg, Mentor Michael Harnisch, Sportlehrer Max Heldberg und BBS-Schullei-ter Andre Kwiatko-wski (von links).Freiwilliges Soziales Jahr - kurz FSJ -, das bedeutet ein Jahr Orientierung, Engagement und erste Mitarbeit im angestrebten Berufsbereich. Meistens wird das FSJ, wie der Name schon andeutet, klassisch mit den sozialen Tätigkeitsbereichen wie zum Beispiel Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Kindertagesstätten verbunden. Allerdings gibt es das Freiwillige Jahr mittlerweile auch in den Bereichen Sport, Kultur, Denkmalpflege und Politik. Dieses neue Angebot nutzt Francisco Balbas und macht nach seinem Schulabschluss nun ein sportliches FSJ.

Das Besondere an Balbas' Freiwilligem Sozialen Jahr ist, dass er nicht nur in das Vereinswesen des TV Jahn Walsrode hineinschnuppern darf, sondern auch an den Berufsbildenden Schule (BBS) in Walsrode mitwirken kann. Die Kooperation ist zustande gekommen, weil Initiator und Mentor des FSJ-Projektes des TV Jahn Walsrode, Michael Harnisch, regelmäßig auf Schulen zugeht und Kooperationen anfragt. „Wir haben gleich Zustimmung signalisiert und gesagt, wenn es passt, dann kommen wir zusammen und betreuen gemeinsam einen FSJ-ler“, fasst BBS-Schulleiter Andre Kwiatkowski das erste Gespräch zusammen.

Gepasst hat es dann bei Francisco Balbas. Seit Anfang der Woche unterstützt er den Berufsschulalltag. Von 8 bis 11 Uhr ist er dort und „hilft bei der Arbeit mit den Schülern, unterstützt den Unterricht und betreut neue Projekte und Sportfeste", erläutert Herr Kwiatkowski den Tagesplan des jungen Mannes. Eines dieser neuen Projekte, die Balbas mitbetreuen soll, ist ein Pausen-Sportprogramm. Es soll die Schüler in ihrer Schulfreizeit aktiver machen, weg vom Rumstehen und aufs Handy schauen hin zum Sport in der Pause. „Wir denken an eine Basketball-Pausen-Liga oder einen Fitness-Parcours", sagt Kwiatkowski, „viele unserer Schüler sind eher sportfrustriert.“ Ein junger, kreativer Freiwilligen Dienstler könne da helfen, solche Projekte anzuschieben. „Meistens hilft es, den Unterricht voranzubringen und neue Ideen zu entwickeln, wenn junge Menschen von außen an den Schulen mithelfen“, unterstützt Michael Harnisch die Bestrebungen seiner FSJ-ler.

Ab 11 Uhr, nach der Schultätigkeit, arbeitet Francisco Balbas dann im TV Jahn. So kann er Erfahrungswissen in der Vereinstätigkeit sammeln und auch junge Leute für einen Verein begeistern. „Wir gehen bewusst an Grundschulen und bieten Kooperationen an, damit schon die Kleinen mit Sport und dem Vereinsleben vertraut gemacht werden“, beschreibt Harnisch seine Bestrebungen.

Für den 20-jährigen Balbas ist es eine Möglichkeit, einen Rundum-Blick zu erhalten. Die Vereinsgeschäftsstelle hat er bereits kennengelernt, und auch in den Sparten Schwimmen, Turnen und Badminton wird er mithelfen. 20 Stunden arbeitet er an der Berufsschule, die diese Stunden dementsprechend entlohnt. Für den Rest der insgesamt 39-Stunden-Woche kommt der TV Jahn Walsrode auf. Im Januar 2015 geht es für Balbas zum ASC Göttingen, wo er Seminare zum Übungsleiter absolviert. Nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr heißt das Ziel für den Abiturienten: Studium Sportmanagement.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 12.11.2014 (sl)

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