Ab dem Sommer 2015 ist eine Berufsfachschule Sozialassistenz / Ausbildung in Teilzeit in Planung

Mit der Installation einer Berufsfachschule Sozialassistenz als Teilzeitausbildung zum 1. August 2015 reagieren die Berufsbildenden Schulen Walsrode auf die geänderten Anforderungen des „KiTaG" (Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder). Daraus resultiert ein dringlicher Bedarf an Drittkräften in Krippen in der Region.

Wollen Teilzeitausbildung installieren: Claudia Baden (Abteilungsleiterin), Schulleiter Andre Kwiatkowski, Inga-Lena Röper (Teamleiterin Sozialassistenten) und Dr. Holger Küls, Fachberater für Sozialpädagogik bei der niedersächsischen Landesschulbehörde (von links), präsentierten das Konzept der Teilzeit-Berufsfachschule Sozialassistenz.

„Einrichtungen, deren Drittkräfte nicht über diese oder ähnliche Qualifikationen verfügen, können zukünftig keine Bundesmittel zur Unterstützung erhalten", erläutert der Schulleiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode, Andre Kwiatkowski, die neue Situation. Die Zielpersonen für den neu installierten Bildungsgang an den BBS Walsrode kommen künftig aus Krippen oder anderen pädagogischen Einrichtungen, die in der Regel eine Qualifikation in der Kinderpflege, als Spielkreisgruppenleiterin oder auch Kindertagespflegerin, sogenannte Tagesmütter, haben.

Meist gehen die - vorwiegend weiblichen - Beschäftigten vormittags ihrem Arbeitsverhältnis nach und haben selbst Familie. Bei der Gestaltung eines Organisationsmodells dieser neuen Teilzeitausbildung wurde großer Wert auf die Vereinbarung von Weiterbildung, Beruf und Familie gelegt. Als Alternative zur bisherigen Ausbildung in Vollzeitform zielt das Angebot der Teilzeit-Berufsfachschule Sozialassistenz auch auf Erwerbstätige mit Berufserfahrung im Bereich Kinderbetreuung ab.

„Diese Erfahrungen kommen in den praxisbezogenen Projekten im Rahmen der Ausbildung zum Einsatz und bieten für die Einrichtungen eine große Chance zur Entwicklung", beschreibt Kwiatkowski die Rahmenbedingungen des Bildungsgangs. Auch die geplanten Unterrichtszeiten kämen den Einrichtungen entgegen. Sie werden überwiegend nachmittags und einmal im Monat Samstagvormittag stattfinden. Begleitend zur anderthalbjährigen Teilzeitausbildung, die mit einem erfolgreichen Abschluss zum staatlich geprüften Sozialassistenten oder zur staatlich geprüften Sozialassistentin endet, ist auch der Erwerb des erweiterten Realschulabschlusses gegeben.

Zuversichtlich blickte Kwiatkowski mit Abteilungsleiterin Claudia Baden und Teamleiterin Inga-Lena Röper auf die Umsetzung des Konzeptes an den BBS Walsrode. Profitieren werde das erfahrene Lehrerteam dabei aus der Vollzeitform der Berufsfachschule Sozialassistenz. Fachlich beraten und begleitet wurde das Konzept von Dr. Holger Küls als Fachberater für Sozialpädagogik bei der niedersächsischen Landesschulbehörde.

Informationen zum Start der Teilzeitausbildung finden Bewerber unter www.bbs-walsrode.de oder erhalten sie per E-Mail an . Zudem findet am Donnerstag, 15. Januar 2015, ein Infoabend in den Räumen der BBS Walsrode statt.

Merkmale der Teilzeitausbildung

  • Theorie: 827 Stunden, wöchentlich an drei Nachmittagen in der Woche und einmal im Monat Sonnabend; eine Woche Blockunterricht und 73 Stunden als Hospitationsstunden- und Projektunterricht;
  • Praxis: 600 Zeitstunden; Zugangsvoraussetzung: abgeschlossene Ausbildung Kinderpflege, Kindertagespflege, Kinderspielkreisleiter;
  • Abschluss: staatlich geprüfter Sozialassistent/staatlich geprüfte Sozialassistentin; Berufliche Möglichkeiten im Anschluss: Einsatz als Drittkraft in Krippen oder Zweitkraft in Kindertagesstätten oder ähnlichen Einrichtungen.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 01.12.2014 (re)

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