Parlamentarisches Patenschaftsprogramm fördert Junghandwerker nach ihrer Ausbildung

aniel Dinkela: Ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Klassenlehrer Clemens Linder von den BBS Walsrode (links) und Ausbilder Ralf Schmidt (rechts) verabschiedeten Dinkela (2. von links) gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (Celle) in die USA.Deutsche Handwerker genießen im Ausland einen überaus guten Ruf. Daher fördert das Parlamentarische Patenschafts-Programm des Bundestages (PPP) Junghandwerker nach ihrer Ausbildung mit einem zwölfmonatigen Stipendium in den USA. Für den 21jährigen Daniel Dinkela aus Hermannsburg, der seine Ausbildung als Feinmechaniker Anfang dieses Jahres bei der Firma Ralf Schmidt in Honerdingen abgeschlossen hat, geht es am 4. August mit einem Stipendium im Gepäck als „Junior Botschafter" in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Er ist einer von 75 ausgewählten Teilnehmern aus Deutschland.

„Handwerkerbonus": So beschrieb seine Patin und Celler Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann (SPD) die Entscheidung, Daniel Dinkela für die Teilnahme am parlamentarischen Jugendaustausch der Bundesrepublik Deutschland auszuwählen. Der gesamte Eindruck aus dem persönlichen Gespräch mit der Patin und dem schriftlichen Test, in dem Wissen über das Aufenthaltsland, Englisch und eine Allgemeine Bildung unter Beweis gestellt werden mussten, gaben am Ende den Ausschlag für den ausgebildeten Feinwerkmechaniker. „Handwerker sind im Ausland gefragt. Leider schlagen viel zu wenige Handwerker diesen Weg ein, um Erfahrungen in der Welt zu sammeln", wirbt Kirsten Lühmann für das Parlamentarische PatenschaftsProgram. Große Freude für ihren „Schützling" gab es auch auf Seiten von Ausbilder Ralf Schmidt und Klassenlehrer Clemens Lindner von den Berufsbildenden Schulen Walsrode, die den ersten Impuls zur Teilnahme gaben.

Sammeln von Erfahrungen und Erkenntnisse für die persönliche und berufliche Entwicklung sind für Daniel Dinkela zwei vordergründige Ziele während des einjährigen Gastspiels in den USA. Geplant ist eine halbjähriger Besuch an einem Community College, an den sich ein halbjähriges berufsbezogenes Praktikum anschließen wird. Aber auch mehr über die Menschen, das Land und die Kultur zu erfahren, beschäftigt den Feinwerkmechaniker beim Blick auf die Reise, die in knapp fünf Wochen starten wird. Wo das genaue Ziel von Daniel Dinkela dann sein wird, steht auch erst kurz vorher fest. Momentan liegt es noch irgendwo zwischen Hawaii und Alaska...

Quelle: Walsroder Zeitung vom 08.07.2015 (red)

TOP