14 familienfreundliche Betriebe ausgezeichnet

14 familienfreundliche Betriebe ausgezeichnet: Der Überbetriebliche Verbund Familie und Beruf (ÜBV) übergibt in Soltau Familiensiegel an Unternehmen, Verwaltungen und die BBS Walsrode.
Die Hagebau Handelsgesellschaft in Soltau hat alles richtig gemacht. Bei der Bewerbung um das Familiensiegel des Überbetrieblichen Verbunds Familie und Beruf (ÜBV) als familienfreundliches Unternehmen erfüllte sie die Anforderungen zu 100 Prozent. Auch die Stadt Bad Fallingbostel und die BBS Walsrode sowie 14 andere Betriebe im Heidekreis können sich jetzt als familienfreundlich bezeichnen.

Sie haben sich für den Aktionszeitraum 2016 bis 2018 als Mitglieder des ÜBV um das Familiensiegel beworben und die Anforderungen dafür erfüllt. Am Mittwochnachmittag bekamen sie in der Felto-Filzwelt Soltau das Siegel überreicht.

Seit Jahren sorgt die demografische Entwicklung für einen zunehmenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt. Qualifizierte Arbeitskräfte werden in fast allen Bereichen gesucht. Gleichzeitig drängen immer mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt. Doch nach wie vor ist es für sie schwierig, die Arbeitsstelle mit den Anforderungen der Familie in Einklang zu bringen.

Dabei berät der Überbetriebliche Verbund Familie und Beruf. 128 Unternehmen, Betriebe, Behörden und Verwaltungen im Heidekreis mit insgesamt 13.762 Beschäftigten sind Mitglieder. Sie haben sich Familienfreundlichkeit zum Ziel gesetzt. Das Familiensiegel gibt davon Zeugnis und punktet bei den Fachkräften, die auf Familienfreundlichkeit setzen.

„Der Heidekreis ist schon gut aufgestellt", betonte Brigitte Kaminski, Geschäfts-
führerin des ÜBV LüneburgUelzen, die gemeinsam mit der Leuphana Universität Lüneburg die von den Betrieben vorgelegten Fragebögen auswertete.

Mit eingebunden waren außerdem der Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordost-niedersachsen, die Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft Heidekreis und der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Nord-Ost Niedersachsen. „Wir wurden bei den Unternehmensbesuchen ganz herzlich aufgenommen", schilderte Kaminski das Klima bei den Bewerbern.

Die Gesichter hinter den Fragebögen, die Gespräche vor Ort und das Klima des Betriebes hätten erst deutlich gemacht, was hinter den Angaben steckt. Dies sei oft viel mehr als das, was auf dem Papier steht. Sie habe nie gedacht, was in den Betrieben für unterschiedliche Arbeitszeitmodelle vorhanden seien. Nun gehe es daran, die Strukturen für individuelle Lösungen zu verbessern.

Wiebke Krohn vom Arbeitgeberverband bestätigte einzelnen Betrieben eine Personalpolitik, die noch über die Anforderungen hinausgin

gen. Mit einem stimmigen Gesamtkonzept könne das Siegel Teil einer gemeinsamen Standortmarke für den Heidekreis werden. Sie sah
im Spagat der Doppelbelastung der Arbeitnehmer und -nehmerinnen zwischen Familie und Beruf die zukünftige Herausforderung im
Wettbewerb um die Fachkräfte. „Was Sie machen, ist ein Beitrag zur Wertschätzung der Mitarbeiter und ihrer persönlichen Situation", bewertete Dr. Matthias Rich-ter-Steinke vom DGB die hinter dem Familiensiegel stehenden Bemühungen der Arbeitgeber.

Silke Thorey-Elbers, 2. Vorsitzende des ÜBV Heidekreis, sah das Familiensiegel als ein Zeichen der Offenheit des Unternehmens, weil es sich hinter die Kulissen schauen lasse. Dies zeige eine Stärke, mit der auf dem Arbeitsmarkt gepunktet werden könne.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 30.05.2016

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