Gudrun Pieper besucht BbS Walsrode

Über die Arbeit der Berufsbildenden Schulen Walsrode informierte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper bei Schulleiter André Kwiatkowski (Mitte) und seinem Stellvertreter Arne Kuhne.Über die Arbeit der Berufsbildenden Schulen Walsrode (BBS) informierte sich die CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper bei Schulleiter André Kwiatkowski und seinem Stellvertreter Arne Kuhne. Als Vorsitzende des Europa-Ausschusses interessierte sich die Abgeordnete besonders für das anstehende EU-Ausbildungsprogramm der Jugendlichen aus Spanien, der BBS, VHS und dem Heidekreis.

Pieper war im vergangenen Jahr mit dem Europaausschuss in Spanien und Portugal, um sich über die hohe Jugendarbeitslosigkeit und deren Auswirkungen zu informieren. In Spanien sei jeder zweite Jugendliche arbeitslos und ohne berufliche Perspektive. Im Heidekreis suchen dagegen viele Betriebe händeringend Fachkräfte und Auszubildende.

André Kwiatkowski berichtete, dass Anfang Juli Jugendliche aus Spanien ihre Ausbildung im Heidekreis beginnen werden. Über das Projekt „Verbundausbildung 2017“, in Zusammenarbeit mit der VHS Heidekreis, werden die Jugendlichen ein dreiwöchiges Praktikum in ausgewählten Betrieben absolvieren.

Eine besondere Herausforderung stellten die starken Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Jahre dar. Acht neue Klassen wurden gebildet, um junge Flüchtlinge schulisch zu unterstützen, ihnen Zukunftschancen zu eröffnen und die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Das niedersächsische Sprachförder- und Integrationsprojekt (SPRINT) beteiligte sich finanziell an drei dieser Klassen.

Kwiatkowski betonte, dass das Projekt nur durch die Zusammenarbeit von Schule, Politik und Diakonie erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die BBS hätten vielen Jugendlichen ein gutes Bildungsangebot gemacht. „Gerade für junge Menschen, die neu zu uns kommen, bieten Qualifizierungsmaßnahmen wichtige Grundlagen, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden“, so Pieper. Positiv bewertete der Schulleiter die stetig steigenden Schülerzahlen: „Im Bereich Sozialpädagogik herrscht derzeit ein großer Andrang. Gesundheitsberufe sind die Zukunft. Auch berufsbegleitende Ausbildungen in Abendform sind sehr gefragt.“ Das Interesse an industriellen Berufen dagegen sei gesunken. Auf diese strukturellen Veränderungen müsse man reagieren können. So strebe die BBS eine komplette Sanierung ihrer Räumlichkeiten an, um besonders im IT-Bereich für die Zukunft gerüstet zu sein.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 30.03.2017

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