BbS Walsrode feiert „Zehn Jahre Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Viel Musik und angeregte Gespräche: Bei der Benefizveranstaltung im Forum der BBS Walsrode setzte auch Schulpate Rainer Schumann (Fury in the Slaughterhouse) ein Zeichen gegen Rassismus.„Etwas tun, die Dinge positiv bewegen“: Dafür warb am Donnerstagabend auch ein prominenter Gast im Forum der Berufsbildenden Schulen in Walsrode (BbS): Rainer Schumann, ehemaliger Schüler, Pate der BBS und Mitglied der international erfolgreichen Band „Fury in the Slaughterhouse“, rief bei der Benefizveranstaltung zu „Zehn Jahre Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dazu auf, auch weiterhin am Ball zu bleiben, wenn es darum geht, Zeichen gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung zu setzen. Sichtlich wohl fühlte sich der Musiker auch am Schlagzeug der Lehrerband „Whiteboard“, mit der er ungeprobt einige Stücke zum Besten gab. Überhaupt spielte die Musik als Vermittlerin zwischen den Menschen eine große Rolle bei der Veranstaltung. Verschiedene Schüler(bands) warben für mehr Miteinander in der Gesellschaft.
Viel Musik und angeregte Gespräche: Bei der Benefizveranstaltung im Forum der BBS Walsrode setzte auch Schulpate Rainer Schumann (Fury in the Slaughterhouse) ein Zeichen gegen Rassismus.Die BbS Walsrode gehört im Heidekreis – neben der KGS Schwarmstedt, der KGS Schneverdingen, der OBS und dem Gymnasium Soltau – zu den Schulen, die den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen und neben dem normalen Schulalltag verstärkt einen Blick auf Ungerechtigkeiten und Probleme unterschiedlichster Art werfen. Vor zwölf Jahren begannen die Vorbereitungen für das Projekt, seit 2007 ist die BbS Walsrode offiziell dabei. In einem sogenannten „Draw my Life“-Clip zeigten die Schüler der aktuellen Projektgruppe, was seither alles realisiert wurde, von Konzerten bis zu Zeitzeugen-Gesprächen mit einer ehemaligen KZ-Inhaftierten, von Ausstellungen bis hin zu Deutschunterricht für Flüchtlingskinder im Camp Oerbke. Malina Heinecke, die zusammen mit Anna Lena Tödter, beide aus der aktuellen Projektgruppe, durch den Abend führte, erklärte gegenüber der WZ, wie sehr die Flüchtlingskrise 2016 auch die Schüler in Walsrode betroffen gemacht hat. Und die beiden Schülerinnen warben für die Tombola, deren Erlös für die weitere Arbeit der AG gedacht ist.
Die Heidekreis-Schulen mit Courage berichteten aus ihrer Arbeit.Thomas Eidt, der seitens des Walsroder BBS-Lehrerkollegiums die Aktion von Anfang an begleitet hat, staunte über die nach wie vor hohe Motivation der Arbeitsgemeinschaft – und das immer wieder von Neuem. Denn: „Unsere Schüler besuchen ja nur relativ kurz die BbS“, oftmals seien sie auch nur einen Tag die Woche da. Dennoch hat es in den vergangenen zehn Jahren immer zum Teil sehr bewegende Aktionen gegeben.
Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Stoppt Rassismus – Wir für eine bunte Gesellschaft“ wurde aber nicht nur die eigene Bilanz aus der Arbeit in Walsrode gezogen, sondern auch die anderen Heidekreis-Schulen mit Courage stellten sich und ihre Projektarbeit vor. „Schüler, Lehrer, alle stehen dahinter“, bemerkte Schulleiter André Kwiatkowski, der sich freute, dass die Schüler nicht nur an der BbS die Möglichkeit für aktive politische Bildung und ebenso aktive Arbeit gegen Rassismus so rege nutzen.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 21.10.2017 von Silvia Herrmann

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