BbS Walsrode schaffen mit Zuschuss der Metall-Innung Heidekreis Schweißsimulator an

In die Zukunft investiert: BBS-Schulleiter André Kwiatkowski (Mitte) und Jürgen Haarstick von der Schulverwaltung Heidekreis (rechts) bedankten sich beim Obermeister der Metallinnung, Marcel Jipp (links), für die Unterstützung.Die voranschreitende Digitalisierung eröffnet der Berufsausbildung neue Möglichkeiten. Bisher war der Einstieg in die Schweißausbildung an den Berufsbildenden Schulen (BbS) Walsrode immer sehr aufwendig und der Lernerfolg ließ lange auf sich warten. Mit der Installation eines Schweißsimulators können die einzelnen Prozesse nun digital dargestellt werden und mögliche Fehlerquellen, dank der fotorealistischen Darstellung, aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert werden.

Schweißvorgänge können in drei verschiedenen Prozessen an vielfältigen Materialien und in allen Schweißpositionen an virtuellem Material erprobt werden. Möglich macht dies ein Hochleistungsrechner, der den Schweißvorgang, über in den Schweißhelm integrierte Kameras, in ein reales Bild des Werkstücks wandelt. Die Aufgabenstellungen können vom Fachlehrer individuell für die verschiedenen Klassen angelegt werden, um so auf die spezifischen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen.

Anlässlich einer Unterweisung einiger Lehrkräfte in die neue Technologie informierten sich auch Vertreter der Metallinnung und des Landkreises Heidekreis über die zukunftsweisende Ausbildungstechnik. Digital und real verfolgen die Besucher und die Lehrgangsteilnehmer auf der Leinwand die Ausführung der Kehlnaht und analysieren unter den
Augen vom Obermeister der Metallinnung, Marcel Jipp (Bispingen), das Ergebnis.

Beeindruckt zeigen sich auch Jürgen Haarstick (Schulverwaltung des Heidekreises) und Kirsten Rickert (Heidekreis-digital Ausbildung 4.0) von der Technik. BbS-Schulleiter André Kwiatkowski beschreibt das als Zukunft der digitalen Arbeitswelt 4.0 in den nächsten Jahren. Grundlagen des Schweißens können so im Klassenzimmer erlernt werden, bevor es in den Fachwerkstätten an realen Produkten vertieft wird. Begeistert zeigen sich die Fachlehrer von den Möglichkeiten der innovativen Technik. „Theoretische Kenntnisse und praktische Grundlagen können so auf digitalem Weg noch enger verknüpft werden“, umschreibt Jürgen Dunecke von den BbS Walsrode die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik, die durch einen nicht unerheblichen finanziellen Zuschuss der Metall-Innung Heidekreis, schon in diesem Jahr realisiert werden konnte.

Auch andere Ausbildungsstellen interessieren sich nun für das virtuelle Schweißen in der Ausbildung und so konnten sich auch Kollegen von den BbS Gifhorn und Vertreter der Metall-Innung Gifhorn in einer gesonderten Vorführung an den BbS Walsrode von der innovativen Technik im Klassenzimmer überzeugen.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 19.12.2017

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