Projekte

Von Vanessa Simon & Mary Younger (HEP 2)

 

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick)

Im Rahmen der Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/in bearbeiten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lernfelder, die den beruflichen Alltag wiederspiegeln. Im Lernfeld „Beziehungen gestalten und Gruppenprozesse begleiten“ geht es unter anderem auch um die Grundlagen von Interaktion und Kommunikation.

Die Klasse 2 der Fachschule hat zu der Thematik etwas Besonderes organisiert: Sie wollten das Thema nicht nur theoretisch erarbeiten, sondern mit einer Expertin in unterstützter Kommunikation auch den Lebensalltag der besonderen Form der Kommunikation hautnah erleben und dies auch anderen Schülerinnen und Schülern und interessierten Gästen ermöglichen.

Am 26. Januar 2018 war es dann soweit. Katrin Lemler (Köln) referierte an den Berufsbildenden Schulen Walsrode zum Thema „Unterstütze Kommunikation“.

„Haben Sie gut geschlafen?“, so wendete sich Frau Lemler gleich an das Publikum. Sie betrachtete das Publikum mit strahlenden Augen und mit einem herzlichen Lachen. Die Stimme die spricht, kommt nicht aus ihren Mund, sondern aus ihrem Sprachcomputer, den sie mit ihren Augen steuert.

Katrin Lemler ist Masterstudentin, Erziehungswissenschaftlerin, Referentin, Autorin, Regisseurin, Chefin von 7 Assistenten und ganz nebenbei eine Frau mit einer Behinderung. Ihr sei früh klar gewesen, dass die Unterstütze Kommunikation ihre Berufung sei. Das Verhältnis aus eigener Erfahrungen und erlernten Studieninhalten macht sie zu einer Expertin auf diesem Gebiet.

Ein Sauerstoffmangel während ihrer Geburt führte zu einer Zerebralparese. Ihre Muskeln sind schwer zu kontrollieren, dadurch ist das Kommunizieren durch Lautsprache nicht möglich. Im Alter von zwei Jahren begann sie das Bliss-System zu erlernen. Doch schnell wurde klar, dass dieses System auch seine Grenzen hat. Sie konnte kleinere Bedürfnisse und Fragen stellen, doch die große weite Welt damit zu entdecken ging nicht.

Heute kommuniziert die junge Frau nicht nur über ihren Sprachcomputer, sondern auch mit einer Buchstabentafel und Kopfbewegungen. Durch die Bewegung des Kopfes kann sie einzelne Buchstaben aufzeigen, die der Gesprächspartner dann zu Wörtern zusammensetzt.

Im Universitätsalltag benutzt sie hauptsächlich ihren Sprachcomputer, der durch Infrarotkameras ihre Pupillen verfolgt und so mit ihren Augen gesteuert wird. Mit dieser Technik kann sie sich ihren Mitmenschen mitteilen, Hausarbeiten und Vorträge verfassen und sogar die sozialen Netzwerke benutzen.

Dass Kathrin Lemler dabei einen ausgeprägten Sinn für Humor hat, zeigt sich in ihrer Aussage, dass ihre Lieblingsfreizeitgestaltung - „wie bei einer typischen Frau“ – das Quasseln mit ihrer Freundin ist.

Nach ihrem Vortrag durfte das Publikum Fragen an Frau Lemler stellen, die diese mit ihrer positiven Ausstrahlung und ihrem Humor auf beeindruckende Art und Weise beantwortete. Die Frage eines Schülers, der sich nach den Kosten des Sprachcomputers erkundigte, konterte sie zunächst mit: „Männer!“. Das Publikum lachte. Auch wenn sie zunächst mit Humor geantwortet hat, stellte sie dann aber eine Gegenfrage, die alle zum Nachdenken anregte: „Wie viel ist Ihnen Ihre Stimme wert?“ Nach einem stillen Moment kam die Antwort: „Unbezahlbar!“.

Ziel der jungen Frau ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Unterstütze Kommunikation zu sensibilisieren. Das ist ihr an diesem Tag bei den ca. 180 Zuhörerinnen und Zuhörern in nachhaltiger Weise gelungen.

Diese Veranstaltung wäre ohne das Engagement der Klasse HEP 2 und die Kooperation der Fachschule Heilerziehungspflege der BBS Walsrode mit der Lebenshilfe Walsrode e.V. im Rahmen des Netzwerkes Inklusion Hoch 3 und damit auch der Aktion Mensch nicht möglich gewesen.

Schule ohne Rassismus - Schule mit CourageDie Arbeitsgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ besteht seit einigen Jahren an den
Berufsbildenden Schulen Walsrode. 

Wir sind eine lose Schülergruppe die versucht die Voraussetzungen zu schaffen, dass die BBS den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen bekommt.

Alea Holland und Frauke Dyck sind erfolgreich bei dem Wettbewerb "Forschen auf See".

 

Den Auszubildenden zum/zur staatlich geprüften Erzieher/in wird seit 2017 die Möglichkeit geboten, Praktika im Ausland zu absolvieren. Ermöglicht wurde dieses durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der BbS Walsrode mit den BbS Cuxhaven, im Rahmen eines ERASMUS+ Projekts.
Während ihres Praktikums haben die Auszubildenden ihre Eindrücke in Blogs festgehalten, welche unter den folgenden Links zu finden sind:

 

 

 

Vom 25. bis 27. Januar 2016 wurden an den BBS Walsrode die Kulturtage im Rahmen der Projekttage durchgeführt.

Im 2. Halbjahr des 13. Jahrgangs (2010) beschäftigten sich die Schülerinnen/Schüler des Fachgymnasiums Technik im Kurs Geschichte (Herr Krohne) mit der Thematik des 2. Weltkriegs. Besonderer Schwerpunkt waren die Ereignisse in der Region der Lüneburger Heide zum unmittelbaren Kriegsende vor dem 08.Mai 1945.

Für den Meereswettbewerb "Forschen auf See" hat sich ein Team der Berufsbildenden Schulen Walsrode qualifiziert.

Zeitungsartikel der Walsroder Zeitung vom 17.07.2010

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